28.04.2018

Kapverden - Mein Urlaub auf Boa Vista

Nun liegt mein Urlaub auch schon ein paar Monate zurück, genauer genommen war ich Mitte November auf Boa Vista, einer der Kapverdischen Inseln.
Über das Hotel und Allgemeines habe ich ja bereits zeitnah berichtet (hier), da habe ich noch viele weitere Bilder gezeigt. In dem Post habe ich bereits angekündigt, in einem weiteren, also in diesem, noch mehr von der Insel selbst zu zeigen.



Insgesamt war es wirklich ein wundervoller Urlaub, oder genauer genommen ein richtig tolles Reiseziel!
In diesem Post werde ich mehr die Bilder für sich sprechen lassen als ellenlange Texte zu schreiben, ein paar Infos werde ich hier und da aber dazuschreiben. Bleiben Fragen offen, beantworte ich diese nach Möglichkeit natürlich gerne in den Kommentaren.


Insgesamt haben wir zwei Ausflüge gebucht, der eine ging in Richtung Norden und Landesinnere, der zweite hingegen zielte eher in Richtung Süden ab.
Die Nordtour, wie ich sie mal nennen, begann damit, dass wir mit Jeeps vom Hotel abgeholt wurden und dann noch ein paar weitere Hotels abgeklappert haben, wo wir noch ein paar Leute abgeholt haben


Der erste Stopp war an einer Kapelle, wo man einen wunderschönen Ausblick hatte. Man hatte einen viertelstündigen Aufenthalt zum Fotografieren, bis es weiter ging. Nun folgen erst einmal ein paar Bilder von dort...







Es gab dort übrigens so gut wie gar keine 'richtigen' Straßen, genauer genommen nur eine geteerte, wenn ich mich recht erinnere. Wenn man Straße hatte, dann war sie oft gepflastert. Überwiegend waren es Schotterpisten, weswegen die Autos da auch echt angebracht waren. So manche Strecke hätte man mit einem stinknormalen PKW zumindest nicht befahren können...





Anschließend ging es dann die nächsten 20 Minuten zu Fuß weiter bis zum nächsten Stopp.



Teils war der Weg dann doch einen Ticken abenteuerlicher, man sollte schon gut zu Fuß sein und das geeignete Schuhwerk tragen. Ein Glück kam ich mit meinen Schuhen ganz gut klar, auch wenn sie wohl definitiv nicht dafür empfohlen worden wären...



Zwischendurch konnte man auf dem Weg zum nächsten Ziel immer mal wieder Fotos knipsen... Ich muss sagen, die Gegend hatte meiner Meinung nach echt was!




Das sollte auch schon unser nächstes Ziel sein, wo es erstmal was zu trinken gab und man erstmal verschnaufen und natürlich auch wieder fotografieren konnte.









Weiter ging es, also wieder rein in die Autos - hier habe ich mal eine der besser ausgebauten Straßen aus dem Fenster geknipst.


Nachdem wir von der Hauptstraße abbogen, wurde es dann schon wieder sandiger...


...und beim nächsten Abbiegen dann nochmal sandiger. So langsam näherten wir uns unserem nächsten Ziel, dem Schiffswrack 'Santa Maria', das sich oben an der Küste befinden. Dorthin mussten wir erstmal eine ordentliche Strecke durch tiefen und feinen Sand fahren. So wie an mehreren Ecken der Insel, gibt es hier Schildkröten. Gesehen haben wir keine, es soll aber wohl Nachwanderungen dorthin geben, wie ich mitbekommen habe.



Als wir aus dem Auto stiegen, mussten wir nur noch den 'Abhang' hinunter und waren an einem wunderschönen Strand.



Ist das nicht schön? Zwar war keine Zeit zum Baden bzw. wäre es mir persönlich zu hetzig geworden, aber mit einer kurzen Hose konnte man wirklich schön weit reingehen, da es lange flach blieb. Hier waren die Wellen auch wesentlich niedriger im Gegensatz zum Süden, wo wir unser Hotel hatten und fast immer die rote Flagge hing.


Auch die 'Santa Maria' haben wir uns kurz angesehen, aber gut, den Strand fand ich viiiel interessanter, zudem haben sich die anderen Leute alle am Wrack aufgehalten, sodass wir die Gelegenheit nutzten und den menschenleeren Strand für uns hatten.




Leider ging es viel zu schnell wieder weiter, aber es warteten natürlich noch weitere Ziele auf uns, und so viel Zeit hat ein Tag ja nun auch nicht zur Verfügung.


Um ein paar Eindrücke von der Kultur und dem Leben auf der Insel zu bekommen, hielten wir in einem Dorf an. Die Reiseleitung erzählte bei jedem Stopp auch immer erst einmal was zu allem.
In dem Dorf durfte man sich auch 20 Minuten ansehen.


Sogar einen Sportplatz mit Geräten, wie es sie bei uns seit ein paar Jahren auch hier und dort gibt, hatten sie in dem Dorf. Optisch passte dies natürlich gar nicht so ins Bild...


Insgesamt sieht man deutlich, welche Unterschiede ein Dorf zu einem Dorf in Deutschland aufweist. Das Land ist nun mal wesentlich ärmer und in keinster Weise mit unserem Luxus vergleichbar.


Das war übrigens die Grundschule - die Grundschulen sind dort überall rosa gestrichen. Auch einen kleinen Einblick in die Schule gab es...





Hier sieht man dann nochmal den Kindergarten.





Das ist das Zentrum des Dorfes mit dem Marktplatz... Allgemein kam es mir schon etwas komisch vor, dort einfach so zu gucken. Aber die Einheimischen leben vom Tourismus und waren insgesamt sehr auf diesen ausgelegt. Dort machten sie auch einen recht freundlichen Eindruck gegenüber den Touristen.


Nun ging es auch bereits schon zum letzten Stopp, der Abschluss sollte der Besuch in einem kapverdianischen Restaurant sein. Fotografiert habe ich dort selbst nicht, aber auch da kann ich sagen, dass es absolut kein Vergleich zu hier ist. Eher hat man das Gefühl, als wäre man privat bei jemandem zu Besuch, es hatte sowas Familiäres. Insgesamt war es auch sehr klein, es gab zwei lange Tischreihen und sah insgesamt sehr zusammengewürfelt aus. Man konnte insgesamt einen guten Einblick gewinnen.




Unterwegs hielten wir noch kurz am 'kleinen Grand Canyon' an...


Nachdem wir uns gestärkt haben, hatten wir noch etwas Zeit in diesem Dorf, wo wir uns auch alles wieder ansehen konnten. Teilweise erschienen die Souvenir-Verkäufer aber schon sehr aufdringlich, auch wenn sie soweit immer gut abzuwimmeln waren. Die wollen ja auch nur ihr Geld verdienen und freuen sich über jeden Euro, den sie bekommen... Übrigens, bezahlen kann man auf der Insel überall mit Euro.


Von dort aus ging es dann wieder zurück ins Hotel. Weiter ging es aber schon zwei Tage später, da fand dann also die erwähnte Südtour statt.


Wie auch die andere, begann diese damit, die Leute aus den Hotels einzusammeln. Da konnten wir dann direkt das andere RIU-Hotel, das 'Karamboa' von außen begutachten, das auch einen ganz ansprechenden Eindruck machte. Wir selbst waren ja im 'Touareg', das ich einfach nur super fand.



Der erste Stopp hier war wieder in einem Dorf, um eine Töpferei zu besuchen. Das alles war natürlich nebensächlich für mich, als ich dort kleine Katzen entdeckte...


Nichtsdestotrotz ist es schon eine tolle Arbeit, die sie dort leisten.


Hier haben wir geparkt, man sieht nochmal den Ausblick in die Ferne. Mittlerweile sind die Pflanzen dort wieder vertrocknet, nachdem es vor langer Zeit mal geregnet hat und dieses Tal geflutet wurde.
Regentage gibt es hier kaum, wir hatten generell richtig schönes Wetter mit viel Sonne, 30°C und einem angenehmen Wind. Zu Hause verfluche ich Letzteren, aber dort konnte man ihn wirklich gut haben, sonst wäre es wohl zu warm gewesen.


Auch die Folgeschäden eines Hurrikans (ich weiß nicht mehr, welcher es war, auf jeden Fall einer der größeren), der dort begann, sind auch nach Jahren sichtbar. Das Motto dort ist 'no stress', also immer alles mit der Ruhe...





Vom nächsten Stopp habe ich leider keine Fotos gemacht, da waren wir nämlich in der Wüste. Und den Sand wollte ich ungerne in der Kamera haben... Wir sind aber nur ein paar Meter weit in die Wüste gegangen, um dort dann 'Schlitten' zu fahren.
Was ich dort allerdings als störend empfund, waren die Souvenir-Verkäufer, die auf einmal in einer Gruppe aus dem Busch kamen und uns echt etwas zu sehr auf die Pelle rückten.
Anschließend gab es auch dort noch was typisch Kapverdianisches zu essen, bevor es zum letzten Ziel geht, meinem absoluten Favoriten der Insel...


Dieses Foto zeigt jetzt eher eine der weniger schönen Dinge... Denn den Strand, den ich gleich zeige, wird man wohl nicht mehr lange so vorfinden, wie er aktuell noch ist. Hier sieht man bereits das nächste Hotel, das gerade im Bau ist. An dem Strand gibt es bis jetzt noch keine Hotels, in ein paar Jahren wird aber wohl leider alles zugebaut sein.


Noch ist der Strand 'Santa Monica' aber wirklich ein absoluter Traum! So richtig heller Sand und einfach nur menschenleer. Letzteres liegt aber daran, dass er eher weit ab vom Schuss ist...
Dagegen kann die Ostsee hier halt wirklich einpacken!



Wäre Boa Vista ein Reiseziel für euch?
Wo geht es für euch dieses Jahr hin?