06.11.2016

Endlich rauchfrei!

In diesem Post möchte ich mal über ein Thema sprechen, das mich die letzten Jahre betroffen hat. Genauer gesagt geht es ums Rauchen, wie dem Titel bereits zu entnehmen ist. Ich muss nämlich leider zugeben, mal Raucherin gewesen zu sein.
Heute möchte ich also meine Erfahrungen teilen, besonders in Bezug auf den Rauchstopp selbst. Zunächst werde ich dann nochmal kurz darauf eingehen, wie es überhaupt dazu kam, mehr möchte ich euch aber mitteilen, wie es mir nach dem Aufhören ging und wie es dazu kam.



Wie kam es dazu?

Wie bei den meisten anderen auch, rauchte ich meine erste Zigarette innerhalb der Pubertät. Nicht einmal, weil ich es cool fand - zugeben, ein bisschen erwachsener fühlte mich mit dem Ding in der Hand schon, aber so erging es mir mit etwas mehr Schminke im Gesicht ebenfalls (und wirkte in beiden Fällen keinen Tag älter, als ich tatsächlich war) - mehr war einfach die Neugier da. 
Als ich klein war, rauchte meine Mutter. Ich möchte ihr auf keinen Fall die Schuld dafür geben, aber ich war mir bereits im Kindergartenalter darüber bewusst, dass ich es irgendwann mal ausprobieren möchte. Mit meinen 13 Jahren begab ich mich also in den Park und fragte die nächstbeste Frau an, die mir freundlicherweise eine Zigarette gab. Bei der einen blieb es vorerst auch, so spannend war es nun wirklich nicht!

Erst mit Eintreten der Volljährigkeit wollte ich es erneut ausprobieren. Aber auch wirklich nur ausprobieren, ich wollte meiner Gesundheit nicht dauerhaft Schaden anrichten und Geld zum Fenster rauswerfen. Allen Ernstes habe ich die paar Zigaretten heimlich im Wald geraucht. Weder meine Eltern wollte ich enttäuschen, noch rauchte irgendwer aus meinem Freundeskreis. Selbst in der 13. Klasse befand ich mich in einer kompletten Nichtraucherklasse. Dass ich Gefallen dran gefunden habe, war auch bis dahin nicht so. 

Als ich dann ein FSJ anfing und gefühlt 80% meiner Arbeitskollegen rauchten, dachte ich, bringe ich meine noch herumliegende Schachtel mal mit und rauche die dann dort auf. Ich meine, immerhin musste ich mich nicht mehr verstecken. Aber meint ihr, es blieb beim Aufrauchen der Schachtel? Natürlich nicht. So schnell konnte ich gar nicht gucken, da war die Gewohnheit schon da, sich in den Pausen in gemütlicher Runde eine anzustecken. 
Wenige Wochen später waren meine Mutter und ich abends unterwegs. Im angetrunkenen Zustand meinte sie, sie hätte jetzt richtig Lust auf eine Zigarette. Da erzählte ich es ihr dann, woraufhin sie eine von mir mitrauchte. Dabei sollte es bleiben, aber schon beim nächsten Streit zu Hause war die nächste an der Reihe. So schnell konnte ich gar nicht gucken, da waren es dann auf einem 10 Zigaretten, die ich ihr pro Tag abgab. 



Die Abhängigkeit habe ich selbst nicht gesehen. Ich war der Meinung, jederzeit wieder aufhören zu können. Dass ich schon nach wenigen Wochen richtig in der Scheiße drinsteckte, fiel mir gar nicht auf. Aber gut, dann war ich halt Raucherin, spätestens zum Ende des FSJs wollte ich es doch aufgeben. Und dann entschied ich mich für ein weiteres Jahr in dieser Einrichtung, sodass ich mir gar nicht erst die Mühe machte. Dann sollte es eben im Jahr drauf mit Beginn der Ausbildung geschehen.
Und dann kam ich in eine Klasse, in der 80% rauchten. Wie hätte ich es denn da schaffen sollen? Die drei Jahre habe ich es also auch gar nicht erst versucht. 
Ausreden, Ausreden, Ausreden!!! 



War ich abhängig?

Die Abhängigkeit habe anfangs überhaupt nicht wahrgenommen. Wann ich mich als abhängig bezeichnen konnte, weiß ich auch jetzt nicht. Auf alle Fälle war ich lange Zeit der Ansicht, ich könne jederzeit problemlos aufhören, wenn ich es denn wollte. 
Immerhin hatte ich ein Ziel vor Augen: Das FSJ sollte im Sommer 2012 enden, in der Ausbildung wollte ich dann ohne die Dinger auskommen. Tja, und was war? Ich verlängerte mein FSJ und blieb ein weiteres Jahr dort. Gut, dann eben ein Jahr später... Meine Ausbildung begann im September des darauffolgenden Jahres, den August über arbeitete ich noch in der Einrichtung weiter. In den Ferien aufzuhören, obwohl ich danach doch wieder an meinen gewohnten Arbeitsplatz zurückkehre, erschien mir fragwürdig. Ich war mir sicher, es mit endgültigem Beginn der Ausbildung schon zu schaffen. Und wieder bestanden etwa 3/4 der Klasse aus Rauchern. Wie sollte es da denn bloß klappen? Ihr merkt: Ausreden über Ausreden! Und natürlich ein mangelnder Wille...




Wie kam es dazu, dass ich aufgehört habe?

Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, die Zigaretten hätten mir jemals geschmeckt. Zu Anfang fand ich sie zwar auch nicht eklig, mit der Zeit war ich aber froh, wenn ich mir dann endlich die Hände waschen konnte. Und nicht mal damit war der Gestank vollkommen beseitigt. Die letzten Monate musste ich mir zu Hause anschließend sogar die Zähne putzen! Nach einer halben Zigarette hatte ich fast immer den Wunsch, sie auszudrücken. Und wenn die Pause dann doch noch ein paar Minuten ging, hat man sich dann doch noch eine 2. angesteckt.
Warum man den Wunsch hat aufzuhören, brauche ich wohl nicht zu erläutern. Die Folgen sind jedem, egal ob Raucher oder Nichtraucher, bekannt. 
Und was da an Geld drauf ging, war echt kein Spaß mehr. 7€ für eine Schachtel, die nach 2 Tagen leer war. Warum?! Wie unangenehm war es, wenn man bei 5°C, Wind und Starkregen irgendwo eine Ecke finden musste und sich dabei halb den Ar*** abgefroren hat? Eine lange Zeit habe ich das so hingenommen. 
Ich würde mal sagen, Ende 2015/Anfang 2016 war klar, dass das Ganze ein Ende haben wird. Zwar wollte ich die Prüfungen noch abwarten, dann sollte es aber wirklich vorbei sein.

Was mich lange Zeit daran hinderte, war die Angst vor einer Zunahme. Ich konnte mich schließlich zum ersten Mal damit abfinden, in ein paar Monaten vielleicht 10kg mehr auf die Waage zu bringen, dafür aber nicht mehr zu rauchen.
'Wird ja sowieso nichts, wenn man nichts vor hat und in der gewohnten Umgebung ist' - die Gewohnheit stellte auch ein Problem dar, als die Prüfungen dann endlich hinter mir lagen und ich Zeit hatte. 
Meine Mutter hat ebenfalls noch geraucht und wollte das Aufhören gemeinsam mit mir durchziehen. Ich hatte mehrere Wochen lang frei, sie arbeitet nicht jeden Tag, sodass man schön in seinem gewohnten Alltag war.
Zu Hause die Wohnung saugen und danach schnell auf den Balkon? Oder nach dem Essen? So war das halt. Natürlich habe ich mich nach Berichten im Internet umgesehen, wo auch viele meinten, wie schwierig das sei, Man würde unbedingt einen 'Ersatz' brauchen, den ich jedoch nicht hatte. Ich wusste nicht, was ich stattdessen tun sollte. Ich wollte nur versuchen, meinen Alltag einfach weiterzuleben, nur dass dort nicht ständig 5min-Päuschen dazwischen sind.

Noch ein paar Wochen, dann ging es ins Berufsleben! Ich war bereits 8,5 Stunden in der Einrichtung, daher wusste ich auch von rauchenden Kolleginnen, mit denen ich an dem Tag auch ein paar Zigaretten geraucht habe. Ich hatte leichte Bedenken vor meinem ersten Arbeitstag, dass ich nicht vielleicht doch schwach werde. Schließlich habe ich noch nie wirklich gearbeitet, ohne dass ich zwischendurch meine Raucherpausen hatte oder zumindest wusste, dass ich nach Feierabend eine rauchen konnte. Hoffnung war jedoch erkennbar, ich war zeitweise sogar fest der Überzeugung, damit überhaupt kein Problem haben zu werden.


Wann habe ich aufgehört?

Sonderlich leicht, einen 'Termin' zu finden, war es gar nicht. Wie schon zweimal erwähnt, gab es immer Ausreden. 'Am Monatsanfang ist es doch viel besser als mittendrin, es muss ein 1. sein!', 'Bloß nicht zum Wochenende!', 'Nein, da steht den nächsten Tag XY an, das passt nicht...' usw.
Oder aber die Schachtel war noch halbvoll, sodass man die restlichen nicht wegwerfen wollte (hätte man ja auch nicht verschenken können).
Am 26.07. war es dann endlich soweit: Abends gegen 22.30 Uhr habe ich die letzte Zigarette geraucht!
Meine 'Angst' vor den nächsten Tagen war unheimlich groß. Je mehr ich gelesen habe, desto verrückter habe ich mich vor den ersten Tagen gemacht. Ich hatte die Befürchtung, die Tage sehr depressiv zu sein. Auch dachte ich, ich wäre furchtbar schlecht gelaunt oder sogar aggressiv. Vor allem dachte ich, ich würde extreme Heißhungerattacken und Fressanfälle bekommen. Aber war das alles wirklich so?


Wie ging es mir nach dem Rauchstopp?


Kurz anmerken möchte ich an dieser Stelle, dass das natürlich von Raucher zu Raucher verschieden ist und es nicht bei jedem läuft wie bei mir. Im Endeffekt hängt es sicherlich vom Grad der Abhängigkeit ab, mit der Zeit, wie lange man schon raucht, wie viele man braucht usw. Bei mir waren es z.B. 10 bis 15 Zigaretten am Tag. 

Am Mittwoch, den 27.07. ging ich zunächst meiner Morgenroutine nach wie gewohnt. Ich war allerdings nie eine Raucherin, die die erste Zigarette direkt nach dem Aufstehen brauchte. 
Nach dem Frühstück bin ich dann einfach zurück ins Wohnzimmer und nicht auf den Balkon gegangen. Dort war ich dann ein wenig im Internet und somit abgelenkt. Danach haben meine Mutter und ich einen Ausflug in einen Tierpark gemacht, um dem gewohnten Alltag zu entfliehen. 

1. Tag: Wider Erwarten war es wirklich auszuhalten. Ich habe regelmäßig dran gedacht, jetzt eine zu rauchen, aber es dann eben nicht getan. Als schwierig stellte sich dies gar nicht heraus. Auch haben meine Mutter und ich uns nicht die Köpfe eingeschlagen, was ich fast befürchtet habe. Wir geraten sonst schon ziemlich schnell aneinander, da wir beide recht impulsiv sind. Aber auch hier war alles in Ordnung und der Tag im Tierpark sehr entspannt. 
Insgesamt verspürte ich keinen Drang eine zu rauchen, war angespannt oder hatte mehr Hunger als sonst. Einzig und allein fühlte es sich 'komisch' an. Wie es war, kann ich nicht einmal genau beschreiben. Ich war nicht neben der Spur, aber irgendwas Irreales hatte das Ganze schon an sich. Aber keineswegs war es unangenehm. Eher war es merkwürdig zu wissen, dass mein Alltag zukünftig einfach anders aussehen wird. 

1. Woche: Die erste Woche verlief sehr gut. Wie auch schon am ersten Tag, hatte ich auch so immer noch das Gefühl, ich könnte eine rauchen. Gerade in Situationen, in denen dies sonst üblich war. Aber ich wollte nicht wirklich rauchen, es war durchaus auch ohne auszuhalten. Ich würde das ein wenig damit vergleichen, als hätte man richtig Hunger auf ein Steak (Zigarette), würde dann aber nur einen Salat essen (keine Zigarette), von dem man auch satt wird. Mehr als diese kleinen Gedanken daran waren es eigentlich nicht. 
Nicht einmal in Situationen, in denen ich sonst geraucht habe, z.B. nach dem Essen, zwischendurch beim Shoppen, nach der Arbeit etc., fehlte mir die Zigarette. Ich ging meinem Alltag dann genau so weiter, nur dass die Zigaretten nicht mehr dabei waren. In der ersten Woche hatte ich jedoch kaum Kontakt zu anderen Rauchern, was ich ganz hilfreich fand. Als ich durch die Stadt lief und das erste Mal wieder richtig Zigarettenqualm einatmete, gefiel es mir fast wieder. Trotzdem wollte ich selbst keine Zigarette wieder im Mund haben. Ein paar Tage später, wieder in der Stadt, lief ich auch durch so manche Rauchwolke. Da wurde mir erstmalig bewusst, wie unangenehm das für Nichtraucher überhaupt ist. Ich selbst habe mich zwar nie mitten in die Masse gestellt und andere damit belästigt, aber als Raucher habe ich dies bei anderen weniger wahrgenommen. Zudem war ich der Ansicht, dass es doch irgendwie blöd aussehe, wie die Leute dort mit ihrer Fluppe rumstehen. Das wollte ich nicht wieder. 
Auch in dieser Woche hatte ich nicht mehr Appetit als sonst. Zugenommen habe ich bis dahin noch nicht.
Was ich bei mir selbst sehr stark bemerkte, waren Stimmungsschwankungen. Da kam es schon mal vor, dass mir innerhalb von Sekunden zum Heulen zumute war, obwohl ich doch gerade gut drauf war. Ich hatte das Gefühl, etwas launischer, impulsiver und zickiger zu sein. Es erinnerte mich sehr an die Pubertät.

1. Monat: Mein erstes größeres Erlebnis war meine Reise nach Thailand. Die war u.a. auch ein Grund, weshalb ich es wichtig fand, aufzuhören. Allein schon der lange Flug und die Ungewissheit, wann man die nächste hätte rauchen können, hätten mich vermutlich verrückt gemacht.
Aber um ehrlich zu sein, hätte ich mir auch den 1. Monat anders vorgestellt.
Klar hatte ich oft noch diesen 'So, jetzt erstmal eine rauchen!'-Gedanken, allerdings bemerkte ich dann sehr schnell, dass da doch irgendwas war. Es war auch innerhalb des ersten Monates nie mehr als der Gedanke vorhanden, nicht einmal verspürte ich einen Wunsch. Das hätte ich nie gedacht. Meinem Alltag konnte ich wie gewohnt nachgehen, ohne dass ich noch oft an die Zigaretten dachte.
Was mir übrigens auffiel, war meine Haut. Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, ob es mit dem Rauchstopp zusammenhing, aber es erschien mir logisch. Meine Haut war auf einmal nämlich wieder etwas komplizierter. Sie war unreiner als je zuvor (vielleicht jeglicher Mist, der nun erstmal aus der Haut raus wollte?) und war sogar recht ölig, was sonst nicht wirklich der Fall war. Trotzdem war sie irgendwie auch sehr trocken, woraufhin ich mich nun erst einmal mit neuen Produkten eindeckte.

Nach 5 Wochen begann ich zu arbeiten. Das war eins der Hindernisse, die mir Bedenken gemacht haben. Nach dem Rauchstopp hatte ich bis dahin nicht einmal mit Rauchern zu tun, sodass ich nicht durch andere in Versuchung gebracht wurde. Meine Bedenken waren z.B., dass ich meine Sucht wieder spüre und mich anschließend nicht mehr auf die Arbeit konzentrieren kann, sobald ich den Qualm auch nur rieche. Und wie gesagt, war die Gewohnheit, hin und wieder rauszugehen, ebenfalls eine Sache, weshalb ich eine leichte Unsicherheit in mir verspürte.
Kaum war ich auf der Arbeit angekommen, wollten zwei Kolleginnen auch gleich eine rauchen gehen. Es war so, dass diese auch von Nichtrauchern begleitet wurden, da das Wetter sehr schön war. Ich saß also daneben, und wider Erwarten machte es mir überhaupt nichts aus. Der Geruch war mir zwar bekannt, aber es war absolut nicht so, dass ich selbst an einer Zigarette ziehen wollte. Angewidert hat er mich jetzt auch nicht.
Auch die Zeit danach störte es mich überhaupt nicht, wenn meine Kolleginnen eine geraucht haben - egal, ob ich daneben stand oder wenn sie danach wieder reinkamen und eine leichte Wolke mitbrachten.
So langsam sah ich mich endgültig als Nichtraucherin.

3 Monate später habe ich dann mal geguckt, wie es sonst so aussah. Was sagte die Waage? Fühlte ich mich fitter oder allgemein besser? Was stellte ich sonst fest? Welche Ersatzhandlungen traten auf?
Zugegeben, so ein wahnsinniger Unterschied war nicht zu merken. Ich hatte nicht wirklich das Gefühl, besser Luft zu bekommen oder generell über mehr Kondition zu verfügen. Möglicherweise habe ich dies auch nicht so wahrgenommen, besonders schlecht ging es mir hier aber auch vor dem Rauchstopp nicht.
Die Hoffnung, meine alte, nahezu makellose Haut zurückzubekommen, musste ich jedoch aufgeben. Besser oder reiner geworden ist meine Haut nicht. Vielleicht tritt dies noch ein, aber soweit sehe ich keine Verbesserung, was aber auch nicht allzu tragisch ist. Wahrscheinlich hat sich meine Haut allgemein einfach verändert und ist daher nicht mehr wie früher.
Exakt nach 3 Monaten konnte ich dann auch meine Freude über die nicht vorhandene Zunahme über Bord werfen.... Bis dahin konnte ich mein Gewicht super halten, nahm direkt nach dem Aufhören sogar noch 2kg ab. Nach 10-12 Wochen in etwa konnte ich dann zusehen, wie es auf der Waage von Tag zu Tag immer mehr wurde. Innerhalb kürzester Zeit waren es glatte 5kg mehr auf der Waage, und mit großen Schwankungen hatte ich es sonst nie zu tun. Klar kamen die Kilos nicht einfach so, ich hatte nämlich noch mehr Hunger als sonst eh schon. Vor allem hatte ich das Gefühl, dass meine Portionen größer werden und dass ich öfter zwischendurch was brauche. Und irgendwie war es auch schwierig, was dagegen zu unternehmen, oder besser gesagt, fehlte mir die Motivation dazu einfach. Nichtsdestotrotz stört es mich sehr, weshalb ich auch gerne wieder was dagegen tun würde. Das wird dann wohl die nächste Baustelle... Ich erkläre mir dies alles einfach mit dem Rauchstopp, aber es muss natürlich nicht so sein, dass dies tatsächlich davon kommt. Eigentlich hätte ich gedacht, dass dieses Greifen nach Ersatz, was bei vielen eben das Essen ist, von Beginn an da ist. Dies blieb bei mir übrigens aus. Dass ich statt Zigarette zu was Essbarem o.ä. gegriffen habe, war eigentlich nie der Fall.
Insgesamt konnte ich auch jetzt nie von Verlangen sprechen. Oft gab es zwar weiterhin dieses 'Jetzt könntest du gut eine rauchen'-Gefühl, aber mehr war es eigentlich nie. Wahrscheinlich wird dies auch so bleiben, eine Bekannte hat dies selbst nach 15 Jahren immer noch. Aber das werde ich als Folge meiner Dummheit oder was auch immer das war so hinnehmen müssen.
In den letzten Tagen gab es jedoch auch einen kleinen 'Rückfall', den ich jetzt auch nicht verheimlichen will. Ich habe mir nämlich wieder eine angesteckt, als ich super frustriert und sauer war. Dass dies nicht annähernd geholfen hat oder erst recht eine Lösung darstellte, war mir recht schnell klar. Das Einzige, das ich sofort feststellte, war dass ich den Geschmack einfach nur abartig fand, als hätte ich einen Aschenbecher ausgelutscht. Raucht jemand neben mir, stört mich das nicht wirklich, aber selbst muss ich das einfach nicht mehr haben!


Mich würde abschließend natürlich sehr interessieren, wie es anderen mit und nach dem Rauchstopp ergingen, teilt also gerne eure Erfahrungen! Und wenn ihr gar nicht erst angefangen habt, umso besser!  

Kommentare:

  1. interessanter Artikel :) Super, dass du es geschafft hast - davon wegzukommen. Ich habe noch nie geraucht & werde es auch nicht.
    lg

    AntwortenLöschen
  2. Sehr sehr guter Beitrag, vor allem unglaublich ehrlich! Ich habe immer zwischendurch mal geraucht, auch über Monate, aber irgendwie bin ich nie ernsthaft abhängig geworden. Bei mir war es auch eher so, dass ich es teilweise sehr eklig fand.
    Viele Grüße
    Lebenlautundleise

    AntwortenLöschen
  3. toller Post! Bin total stolz auf dich, dass du es geschafft hast, aufzuhören.
    Liebe Grüße, Sally-Anne
    www.xosallyanne.blogspot.de

    AntwortenLöschen
  4. Sehr sehr interessanter Post.
    Ich selber bin 17 und in meiner Klasse rauchen einige und natürlich begegnet man täglich Menschen die rauchen. Ich selber rauche jedoch nicht, mich reizt es auch nicht, vor allem weil ich die ganzen negativen Auswirkungen kenne.
    Ich ziehe meinen Hut vor dir, ich finde es super, wenn Menschen den Weg weg von Zigaretten finden. Echt super. :)

    Liebe Grüße Pierre von Milk&Sugar

    AntwortenLöschen
  5. Guten Morgen, erst einmal herzlichen Glückwunsch für Dein Durchhaltvermögen! Ich kann leider nicht mitreden, da ich nur ein paar Mal bisher an einer Zigarette gezogen habe, was allerdings schon mehr als zehn Jahre zurückliegt. Ich weiß aber beispielsweise von meiner Mutti, wie schwer es war, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich wünsche Dir eine schöne Woche. Liebe Grüße Jana

    AntwortenLöschen
  6. Toller Blog hast du da. Werde dir gleich folgen. Herzlichen Glückwunsch! Ich habe noch nie Zigaretten geraucht, aus Respekt zu meinem Vater. Das Rauchen hat nämlich seinen Herzinfarkt gefördert, bei dem er 2012 gestorben ist. Finde deinen Artikel daher soo toll! :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke! :) Das tut mir wirklich leid mit deinem Vater, kenne aus dem Bekanntenkreis auch ein paar, denen es starke gesundheitliche Probleme bereitet hat :(

      Löschen
  7. Ein sehr interessanter Post und ganz besonders informativ für mich Nicht-Raucherin! Mal was ganz Anderes, gefällt mir gut. :)

    AntwortenLöschen
  8. Glückwunsch! Das ist ja toll, dass du es geschafft hast, mit dem Rauchen aufzuhören! :)

    GLG, Sabrina
    Happiness-Is-The-Only-Rule

    AntwortenLöschen
  9. Toll, dass du aufhören konntest! Ich habe zum Glück nie geraucht aber sehe es bei Freunden, wie schwer es ihnen fällt, aufzuhören! Liebe Grüße, Feli von www.felinipralini.de

    AntwortenLöschen